Freitag, Januar 12, 2018

Rezension | Emily Trunko "Ich wollte nur, dass du noch weißt..."

192 Seiten | "Dear My Blank: Secret Letters Never Sent" (Original) | 13.02.2017 | Loewe Verlag | 14,95€ | Hier kaufen

Inhalt

Wer hat nicht schon einmal einen Brief geschrieben und darin die geheimsten Gedanken und Gefühle preisgegeben, sich dann aber doch nicht getraut, ihn abzuschicken? 

In ihrem Tumblr-Blog Dear My Blank postet die 16-jährige Emily Trunko anonyme Briefe, Nachrichten und E-Mails der mehr als 35.000 Leser ihres Blogs, die eigentlich nie versendet werden sollten: herzzerreißende Liebesbriefe, zutiefst traurige Abschiedszeilen und auch Worte voller Hoffnung. Diese Texte zeigen, dass wir mit unseren Problemen nicht allein sind, und geben uns den Mut, unseren eigenen Brief vielleicht doch noch zu verschicken.

Erster Satz

Hast du schon mal jemandem einen Brief geschrieben und von Anfang an gewusst, dass du ihn nie abschicken würdest?


Meine Meinung

Neugierig wurde ich aufgrund des Covers und Titels, es klang so, als würde es mir gefallen. Als ich gelesen habe, dass es von echten Menschen eingesandte Briefe sein sollen, wollte ich dieses Buch sofort lesen.

Es ist okay, hin und wieder zu weinen.
- Seite 14

Aufgemacht ist es von innen genauso hübsch, wie von außen. Ich habe es leider nur als E-Book gelesen, aber ich werde mir definitiv noch die Print Ausgabe holen, schon allein weil es so schön anzugucken ist.

Ich wünschte, ich würde einen Weg finden, dir all deine Traurigkeit zu nehmen und sie durch Glück zu ersetzen.
- Seite 14

Die Briefe, kurze Botschaften, Geständnisse etc. sind kategorisch sortiert und unterschiedlich lang. Einige beinhalten nur einen Satz, einige gehen über zwei Seiten, aber allesamt sind sie so privat, wie ich es nicht erwartet hatte. Einige können allgemein für jeden Menschen gelten, andere sind so persönlich, dass sie nur von und für eine einzige Person sein könnten.

Du hast mir einmal gesagt, wenn ich die Sonne sehen kann, dann stehe ich genau in ihrem Leuchten.
- Seite 18

Ich habe einige negative Rezensionen gelesen, zu denen ich in diesem Moment auch gerne noch etwas sagen möchte. Eine Kritik war, es seien gar keine Briefe, Briefe sein länger und würden mehr Fakten und Details beinhalten. Ich würde sagen, Briefe müssen nicht lang sein, sie müssen keine Details beinhalten. Der Empfänger wird auch ohne große Hintergrundinformationen wissen, worum es geht. Außerdem handelt es sich hier um kurze Erzählungen von Menschen, die Anonym einer fremden Person im Internet schicken, einfach nur um sich etwas von der Seele reden zu können. Da bedarf es keiner Fakten und Hintergrundinformationen, da sind solch kurze, schöne Sätze einfach am schönsten. 

Fazit

Ein zauberhaftes Buch, das Mut macht und ihn auf der nächsten Seite wieder in Trauer zerstört. Ein Buch, das einen Tränen des Glücks, aber auch der Trauer in die Augen treibt. Ein Buch, das so persönlich und privat ist, aber dennoch für so viele Menschen gleichzeitig wichtig sein kann. Ich bin begeistert und werde von nun an definitiv dem Blog folgen, um mehr dieser Briefe lesen zu können.


Liebst, Lara

Kommentare :

  1. Ich liebe dieses Buch & lese einige Seiten immer wieder regelmäßig. Schon die Idee des Tumblr Blogs ist toll :)

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