Donnerstag, Mai 04, 2017

(Rezension) Abbi Glines "Under the lights - Gunner & Willa"

304 Seiten | Field Party #2 | "Under the lights" (Original) | New Adult | 01.02.2017 | Piper Verlag | 8,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Willa kann die Fehler, die sie begangen hat, nicht rückgängig machen. Sie kann sich nur vor weiteren Fehlern schützen, indem sie nie wieder jemanden nahe an sich herankommen lässt. Aber genau das will Highschool-Football-Star Gunner nicht akzeptieren. Es scheint zwar so, als würde er sich um nichts und niemanden außer sich selbst kümmern, aber das stimmt nicht. Zumindest nicht ganz, denn es gibt eine Ausnahme: Willa. Seit er sie zum ersten Mal gesehen hat, konnte er sie auf eine Weise verstehen wie keinen Menschen zuvor. Deshalb weiß er auch, dass sie leidet – und er kann es einfach nicht länger mit ansehen …

Erster Satz

Hier ist alles beim Alten geblieben.

Meine Meinung

Nach 6 Jahren kommt Willa zurück in die Stadt, in der sie einst ihre zwei besten Freunde, Gunner und Brady zurück gelassen hat. Doch sie ist nicht mehr das Mädchen, das sie war, als sie weggezogen ist, sie hat eine harte Zeit durchgemacht und musste dafür gerade stehen. Allerdings wird sie noch immer von ihrer Vergangenheit geplagt und auch Gunner hat sein Päckchen zu schleppen.

Willa ist ein eigentlich selbstbewusstes Mädchen, das weiß, wie es mit Jungs sprechen muss. Sie liest gerne und verbringt auch gerne Zeit alleine, aber seit der einen Sache ist sie sehr zurückgezogen und lebt wieder bei ihrer Oma, weil ihre Mutter sie rausgeworfen hat. Gunner hat ebenfalls Probleme mit seiner Familie, die viel verkorkster sind, als er zuerst annimmt.
Ich mochte Willa an sich ganz gerne, aber mir fehlte der Bezug zu ihr (und zu Gunner auch). Ich konnte einfach keine Bindung zu ihr aufbauen, warum auch immer.

Der Roman ist in der Ich-Form, abwechselnd aus Willas, Gunners und Bradys Perspektive verfasst worden. Der Schreibstil ist ganz okay, haut mich aber nicht mehr so, wie vor ein paar Jahren, irgendwie fehlt mir da ein wenig Emotionalität. 

Die Umsetzung des Buches war anstrengender, als erwartet. Es entwickelt sich eine Dreiecks-Geschichte zwischen Willa, Gunner und Brady, die ich schrecklich fand, weil Willa an beiden kein wirkliches Interesse gezeigt hab und Brady sich nur so um sie prügeln wollte. Irgendwie stand das die ganze Zeit im Vordergrund, aus Bradys Sicht hat man auch nur gelesen "Gott, ich will sie", war ein wenig eintönig. Das Geheimnis, das Willa mit sich trägt hat noch ein wenig Spannung gegeben, hin und wieder erfährt der Leser Stückchen für Stückchen, aber dann öffnet sie sich Gunner, woraufhin er auch sein Leiden kund tut und das fand ich ein wenig schade. Auf 3 Seiten wurden dann (fast) alle Geheimnisse auf einen Schlag gelüftet, das ging mir zu plötzlich.


Vorsicht Spoiler! Um den nachfolgenden Text zu sehen, fahre mit der Maus über diesen Satz!
Das Ende mochte ich auch einfach nicht. Plötzlich lieben Gunner und Willa sich über alles, äh okay? Gunner wird stinkreich und verhält sich damit ganz anders, als ich es ihm zugetraut hätte. Dass er seine Familie aus dem Anwesen wirft, hätte ich mir noch gedacht, aber dass er tatsächlich Dinge sagt wie "ich bin Multimillionär, ich kann alles" passt einfach nicht zu ihm. Seine Weglauf- und Willas "Ich rede nicht mehr mit irgendjemandem und mache jetzt meine Online Schule zu Ende"-Aktion habe ich als ein wenig unnötig empfunden. 
Was mir auch fehlte war mehr Bezug zu Willas Leben in der anderen Stadt, ja sie hatte da ihre Freundin Poppy und die kleine Quinn, sie hat getrunken und gekifft. Ja, aber was sonst noch? Und wie hat sich ihr Leben bitte durch das Gefängnis verändert? Davon hört man kein Wort! Mir fehlten auch noch mehr Beispiele ihrer Mutter. Willa fühlte sich nicht geliebt und nicht willkommen, aber warum denn?

Fazit

Ich weiß nicht, warum diese Reihe mich so enttäuscht, obwohl ich ein großer Abbi Glines Fan bin. Mir fehlte dieses Mal einfach die emotionale Bindung zu den Charakteren und deren Geschichte. Das Dreieck mit Brady fand ich recht unnötig, das hat viel Platz eingenommen und zu nichts geführt. Generell kam mir ein großer Teil der Handlung sehr belanglos und vorbei gezogen vor. Es ist ein ganz nettes Buch, das man mal zwischen zwei gute Bücher schieben kann, aber ich bin nicht restlos begeistert.


Passabel

Liebst, Lara

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