Freitag, März 24, 2017

(Rezension) Scott Westerfeld "Ugly - Verlier nicht dein Gesicht"

432 Seiten | Ugly-Pretty-Special #1 | "Uglies" (Original) | Science Fiction | 01.04.2007 | Carlsen Verlag | 5,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und alle Sorgen los sein. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl ...


Erster Satz

Der Frühsommerhimmel hatte die Farbe von Katzenkotze.

Meine Meinung

Tally lebt in einer Welt, in der jeder Jugendliche an seinem 16. Geburtstag einer Schönheitsoperation unterliegen muss, und von einem "Ugly" zu einem "Pretty" wird. Ihr bester Freund, Peris, hatte seine Operation bereits hinter sich und ist nach New Pretty Town gezogen. Tally selbst kann es kaum erwarten, in zwei Monaten endlich 16 zu werden, doch vorher trifft sie auf Shay und freundet sich mit ihr an. Shay hält nicht viel von den Operationen, ist rebellisch und weiht Tally schließlich in ihren Plan ein, vor der Operation abzuhauen. Tally will damit eigentlich nichts zutun haben und wartet immer noch begeistert auf ihre Operation, doch die Regierung stellt sie vor eine schreckliche Wahl.

Tally wächst in einer Gesellschaft auf, in der ihr eingeflößt wird, hässlich zu sein - bis zur Operation. Und das stört sie nicht, schließlich wird sie ja noch schön. Ihr Gesicht wird perfekt aussehen, ihr Fett wird abgesaugt und sie darf nach New Pretty Town ziehen und ein perfektes Leben leben.
Ich habe Tally sehr in meinem Herzen aufnehmen können. Ich mochte sie total und kann auch verstehen, warum sie diese Operation will und das ganze gar nicht hinterfragt. Wer will denn nicht hübsch sein? Von Shay erfährt mich nicht allzu viel, aber ich mochte sie eigentlich ganz gerne, wobei ich mich im Mittelteil angefangen habe zu fragen, warum sie Tally überhaupt in ihren Plan eingeweiht hat.

Der Roman ist in der Sie-Form aus Tallys Sicht verfasst worden. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Als ich gemerkt habe, dass der Autor die Sie-Form verwendet, habe ich die Augen verdreht und wollte das Buch eigentlich wieder weglegen. Ich mag diese Form einfach nicht. Aber hier war das tatsächlich kein Problem und nach wenigen Kapiteln habe ich das ganze schon wieder vergessen und einfach das Buch genossen.

Die Umsetzung der Hanldung hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte erwartet, dass es so ganz typisch dystopisch ist und Tally die Rebellin ist und sich gegen die Regierung stellt (ich hätte den Klappentext aufmerksamer lesen sollen haha). So war das dieses Mal aber nicht ganz, ich möchte nicht zu viel verraten, aber es war ein wenig anders. Für mich war die Handlung das ganze Buch über sehr fesselnd und spannend und hatte keinen Durchhänger. Zum Ende hin wird es noch einmal richtig spannend und ich wurde mit einem riesen Cliffhanger zurück gelassen, der mich wünschen lässt, den zweiten Teil gleich mitgekauft zu haben.

Fazit

Ein wunderbares Buch, das ich viel zu lange vor mir hergeschoben habe. Ich mochte den Schreibstil entgegen der Erwartung total gerne und die Handlung war einfach super spannend. Ich bin total gespannt auf den zweiten Teil.

Ausgezeichnet


Liebst, Lara

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