Donnerstag, Dezember 15, 2016

(Rezesion) Jojo Moyes "Ein ganz neues Leben"

526 Seiten | Ein ganzes halbes Jahr #2 | "After You" (Original) | Liebesroman | 24.09.2015 | Wunderlich Verlag | 19,95€ | Hier kaufen

Es handelt sich um den 2. Teil einer Reihe, weswegen der erste Teil gespoilert wird!

Inhalt

Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.




Erster Satz

Der dicke Mann am Ende des Tresens schwitzt.

Meine Meinung

Es ist eine ganze Weile seit Wills Tod vergangen. Louisa war in Frankreich und ist weiter durch die Welt gereist, bis sie schließlich wieder in England, in London, gelandet ist. Sie lebt alleine und arbeitet in einer Bar am Flughafen - alles nur Übergangsweise natürlich. Doch eines Tages klingelt eine fremde Person an ihrer Tür, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellen wird.

Lou ist eine ganz andere geworden. Ihre alten, schrägen Klamotten hat sie in einem der zahlreichen Kartons in ihrer Wohnung verstaut, die sie nicht auspacken will. Mit ihren Eltern hat sie nicht mehr gesprochen, seitdem sie angefangen hat, durch die Welt zu reisen. Dennoch hatte ich sie gleich wieder total gern, sie ist in diesem Buch deutlich deprimierter gestimmt, was natürlich seine Gründe hat. Generell wirkt sie sehr viel erwachsener und nicht mehr so verspielt, wie im ersten Teil.

Der Roman ist wieder in der Ich-Form und aus der Perspektive von Lou verfasst worden. Und der Schreibstil ist einfach der hammer, das hatte ich irgendwie ganz vergessen. Ich habe die 526 Seiten in einem Rutsch gelesen und war zwei Stunden lang total gefesselt, ehe ich das Buch zur Seite gelegt habe.

Die Umsetzung der Handlung hat mir ganz gut gefallen, wobei der Klappentext wirklich wenig verrät. Deswegen bin ich mir auch unsicher, was ich alles sagen kann, ohne dass es zu einem Spoiler wird, ich versuche es erstmal ohne Spoiler.
Die Grundstimmung in diesem Buch ist, ebenso wie Lous Stimmung, ein wenig deprimierter. Wo im ersten Teil noch hin und wieder kleine Auflockerungen Platz fanden, war es hier durchgehend Krisenstimmung, wie ich es empfunden habe. Andererseits war dieser Teil nicht so emotional wie der erste, der mit meinen Gefühlen Achterbahn gefahren ist und ein ständiges Auf und Ab verursacht hat. Mir hat hier auch ein wenig der rote Faden gefehlt. Die Handlung konnte mich zwar fesseln, aber mir fehlte ein wenig Struktur. Worauf läuft das ganze hinaus? Keine Ahnung. Das könnte man natürlich auch mit Lous Leben in Verbindung setzen, die ja auch so gut wie nur in den Tag hineinlebt und keine großen Zukunftspläne hat. Aber ich lasse das Analysieren mal.

Fazit

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen, es ist eine schöne Fortsetzung für den ersten Teil, der an sich ja schon eine ziemlich geschlossene Handlung beinhaltet. Ich war sehr gebannt und konnte das Buch nicht zur Seite legen, dennoch fehlten mir die starken Emotionen des ersten Teils und auch wie gesagt der rote Faden, der einen ein wenig durch die Handlung leitet, es war sehr chaotisch.
Das Buch ist keineswegs schlecht und ich bin auch nicht enttäuscht oder so was, ich weiß einfach nur nicht, wie ich es bewerten soll.
Und hier vermisse ich wieder mein 5-Punkte-System. Dieses Buch hat locker 4 Punkte verdient, hach. Es ein zwei Kritikpunkte gibt, aber dennoch spreche ich eine Leseempfehlung aus.


Sehr sehr gut gemeintes Passabel


Liebst, Lara

2 Kommentare:

  1. Ich bin mir hierbei noch ein wenig unsicher, will ich mir das wunderbare Gefühl nach "Ein ganzes halbes Jahr" doch nicht vermiesen. Für mich hätte es keine Fortsetzung gebraucht, doch bevor ich so etwas sage, sollte ich sie wohl doch einmal lesen ;)

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    1. Ich kann dich da total verstehen. Meiner Meinung nach hätte es auch keine Fortsetzung benötigt, es war ganz schön zu lesen, und wie gesagt kein schlechtes Buch. Aber die krassen Emotionen fehlten einfach. Wenn du dich darauf einstellst, wird es dir bestimmt gefallen :)

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