321 Seiten | Einzelband | "Nerve" (Original) | Jugendroman | 15.08.2016 | cbt Verlag | 9,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Eigentlich will Vee gar nicht mitspielen bei diesem neuen Online-Spiel, bei dem man ständig neue peinliche »Challenges« bekommt, die sofort ins Netz gestellt werden. Aber um einen Jungen auf sich aufmerksam zu machen, der ihr gefällt, wagt sie es dann doch. Zumal Preise locken, denen sie nicht widerstehen kann, wie zum Beispiel die Schuhe ihrer Träume. Noch dazu sieht Ian, der ihr als Spielpartner an die Seite gestellt wird, wirklich gut aus. Erst macht es Spaß. Aber dann werden die Challenges heikler und heikler, und die Fans treiben Vee dazu, immer mehr zu riskieren. Schließlich werden Vee und Ian zusammen mit fünf anderen Spielern an einen geheimen Ort gebracht, wo die letzte Runde stattfindet. Es geht um alles oder nichts und auf einmal steht ihr Leben auf dem Spiel …

Erster Satz

Drei Tage hatte sie warten müssen, bis um vier Uhr am Sonntagsmorgen endlich auch die letzten Beobachter abgezogen waren.

Meine Meinung

Vee ist ein ganz normales Mädchen, vielleicht ein wenig schüchtern, aber doch ganz gewöhnlich.  Als sie von der neuen App namens "Nerve" erfährt, die jeder spielt, will sie auch mitmachen. Die App ist wie "Wahrheit oder Pflicht, nur ohne die Wahrheit". Die Player bekommen Aufgaben von Nerve gestellt, müssen sie erfüllen, sich dabei filmen, das Video online stellen und bekommen dafür eine Belohnung. Alle Player arbeiten darauf hin, in den Live Shows zu stehen, bei denen man natürlich noch größere Preise gewinnen kann - aber auch tiefer fällt. Gleich zu Beginn teilt Nerve Vee Ian als Spielpartner zu, mit dem sie nun die Aufgaben erledigen muss. Und obwohl sie eigentlich nur die erste Challenge, als Spaß, mitgemacht hat, muss sie sich bald nnoch größeren Challenges stellen.

Vee ist wie gesagt ein ganz normales Mädchen. Sie geht zur Highschool, hilft bei Theateraufführungen hinter der Bühne, obwohl sie im geheimen lieber drauf stehen würde, und ist heimlich verliebt. Ihre beste Freundin ist da das genaue Gegenteil, sie steht wortwörtlich auf der Bühne und bekommt jeden Jungen, den sie will. Sie spielt gerne Nerve und genießt die Aufmerksamkeiten, kann jedoch nicht an den Live Shows teilnehmen, weswegen sie das Gefühl hat, Vee sei ihr in den Rücken gefallen.
Ian ist ein ziemlich geheimnisvoller Typ, Vee weiß wenig über ihn, aber er genießt wohl auch den Adrenalinkick, den er durch Nerve bekommt. Und die Preise.
Ich konnte mit beiden nicht so ganz warm werden, ich mochte Vee zwar schon, aber so richtig in mein Herz schließlich konnte ich sie einfach nicht.

Ich liebe dieses Spiel
Seite 137

Der Roman ist in der Ich-Form aus der Sicht von Vee verfasst worden, bis auf den Prolog, der in der Er-/Sie-Form aus der Sicht einer Playerin geschrieben ist. Der Schreibstil ist sehr schön, ich mag die Ich-Form einfach total und habe zu lange kein Buch mehr in dieser Form gelesen. Allerdings konnte ich nicht ganz gefesselt werden. Es fiel mir zu leicht, das Buch nach zwei Seiten wieder aus der Hand zu legen und für ein paar Tage nicht weiterlesen.

Ich habe den Film unmittelbar zuvor gelesen, was genau ich aber von dem Buch im Vergleich zum Film halte, werde ich gleich noch erklären. Jetzt versuche ich mich, nur auf das Buch zu konzentrieren, was ein wenig schwer ist.

Die Umsetzung der Handlung ist ganz okay, aber ich hatte mir so viel mehr erhofft. Es hat mich wie gesagt einfach nicht wirklich fesseln können, ich war nicht gebannt darauf, wie es weitergeht oder was gleich passiert. Es war zwar spanennd, aber ich konnte nicht wirklich mit Vee mitfühlen.

Fazit

Ich bin ein wenig enttäuscht, da ich mehr erwartet hatte. Ich konnte mich mit Vee nicht so wirklich anfreunden, der Schreibstil hat mich nicht gefesselt und der Inhalt ist nicht so aufregend und spannend, wie erwartet. Insgesamt ist das Buch ganz okay, man kann es lesen, aber es ist kein Highlight für mich. 

Passabel

Vergleich zum Film

Ich habe versucht die vorherige Rezension so wenig wie möglich mit dem Film zu vergleichen, den ich tatsächlich zuvor gesehen habe. Das fiel mir so schwer, dass ich gedacht habe, ein kleiner Filmvergleich am Ende ist vielleicht ganz angemessen.

Der Film war um Längen besser. Ich fand es im Film einfach viel stimmiger und passender. Nerve ist auf jeden Fall krasser im Film als im Buch dargestellt. Die Aufgaben fand ich heftiger und die Belohnungen kamen mir auch noch verlockender vor. Auch das Treffen mit Ian fand ich im Film noch ein wenig besser. Okay, es ist auch von Nerve organisiert worden, aber es war einfach nicht so plump. Generell war die Spannung im Film einfach so viel höher, der Nervenkitzel war viel mehr vorhanden. Und das Ende ist so so viel spektakulärer gestaltet. Ich hatte Gänsehaut, Tränen in den Augen und wollte mich in meinen Kinosessel kuscheln und im Vergleich dazu war das Ende des Buches sehr langweilig und schwach.

Liebst, Lara


8 Kommentare

  1. Mir ging es ähnlich, ich habe vom Buch ebenfalls mehr Spannung und Nervenkitzel erwartet. Da war es manchmal doch einfach zu lasch... Den Film will ich unbedingt sehen! :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, der Film war in dem Punkt wirklich heftiger, kann ich dir nur empfehlen zu gucken :)

      Löschen
  2. Huhu liebe Lara,

    danke für deine tolle Rezension! :) Ich werde nun wahrscheinlich die Finger vom Buch lassen, aber den Film werde ich sehr gerne auf DVD schauen.
    Ich bin wahnsinnig gespannt auf den Film, danke für deine Buch- und Filmmeinung! :)

    Ganz liebe Herbstgrüße,
    Hannah
    http://wonderworld-of-books-from-hannah.blogspot.de/
    <3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Freut mich, dass es dir helfen konnte :)

      Liebst, Lara.

      Löschen
  3. Jaaa, ich werde wahrscheinlich gelyncht, aber hier reizt mich der Film mehr als das Buch, zumal ich wirklich wenig im Jugendbereich lese ~ das Metier meiner Tochter ;)

    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich wusste zuvor gar nicht, dass es eine Buchvorlage gibt, hab mir aber schon im Kino sitzend gedacht, dass die Verfilmung vermutlich besser ist :D

      Löschen
  4. Liebe Lara,
    ich finde es immer so ätzend, wenn man sich auf ein spannendes Buch freut und dann ist es irgendwie einfach nur lahm. Sowas nervt wirklich sehr. Ich glaube, dass manche Bücher es echt schwer haben, wenn man gewisse Erwartungen hat und das war ja in diesem Fall auch so, oder? ^^

    Liebst, Lotta

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mh, wenn ich es vielleicht gelesen hätte, ohne den Film gesehen zu haben, wäre ich bestimmt nicht so enttäuscht gewesen :/

      Löschen