Montag, Oktober 24, 2016

(Rezension) Mario H. Steinmetz "666 (Hell's Abyss)"

292 Seiten | Hell's Abyss #1 | Horror | 05.11.2015 | Papierverzierer Verlag | 13,95€ | Hier kaufen

Inhalt

Lucy ist der neue Star der New Yorker Undergroundszene. Sie ist jung, schön und verdammt tough. Nach einem Auftritt ihrer Band »Hell's Abyss« ändert sich jedoch alles. Rätselhafte Blackouts stoßen sie in einen Strudel voller Wahnsinn, Blut und Gewalt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Aber was augenscheinlich nur als Mordserie beginnt, bedeutet vielleicht mehr als nur das Töten von Menschen.

Erster Satz

"Verdammt, Lucy!

Meine Meinung

Lucy bewegt sich in der Undergroundszene und ist Star der Band "Hell's Abyss". Nach einem Auftritt wacht sie am nächsten Morgen in fremder Umgebung auf und findet in der Badewanne eine Leiche. Nachdem ihre Erinnerung auf einen Schlag zurückkehrt, flieht sie, doch am nächsten Morgen beginnt das gleiche wieder von vorne. Der Polizist Andrew wird auf die Morde angesetzt und erfährt nach und nach gleichzeitig mit Lucy, was die Morde zu bedeuten haben.

Lucy hatte eine schwere Vergangenheit. Schon immer war sie anders, als andere Kinder und nachdem ihr Vater starb und ihre Mutter nach einem Mord in die Psychiatrie eingewiesen wird, wird Lucy einer Pflegefamilie zugewiesen. Schell flieht sie und findet an der Undergroundszene gefallen. Diese wird geprägt von dunklen Ritualen und SM.
Lucy hat eine sehr negative Ausstrahlung, was natürlich einfach perfekt zu dem Inhalt etc. passt, aber ich konnte mich eher weniger mit ihr anfreunden. Das ist komisch zu sagen, wenn man das Ende des Buches kennt.
Und die Rolle des Polizisten in dem Ganzen kann ich ehrlich gesagt auch eher weniger nachvollziehen. Also das Offensichtliche ist natürlich, dass er den Mord aufklärt, aber ansonsten? Irgendwie fehlte mir in seiner Rolle noch etwas.

Der Roman ist in der Er-Sie-Form größtenteils aus den Sichten von Lucy und Andrew im Wechsel geschrieben. Du weißt vermutlich, dass das nicht meine liebste Schreibform ist, aber ich habe mich dran gewöhnen können.

Die Umsetzung der Handlung war dem Genre des Horrors ziemlich angemessen. Detaillierte Beschreibungen der Morde und Leichen haben mir hin und wieder einen Schauer über den Rücken gejagt. Genauso wie die übernatürlichen Elemente des Buches, auf die ich aufgrund von Spoilern nicht eingehen kann. Es war mehr, als ich erwartet hatte und besonders das übernatürliche hat mich noch ein Stückchen mehr in seinen Bann ziehen können. Ich muss zugeben, dass ich es streckenweise ein wenig als in die Länge gezogen empfunden habe, besonders kurz vor dem großen Showdown am Ende. 

Fazit

Ich bin unentschlossen, wie ich das ganze bewerten soll. Es ist definitiv anders als erwartet, was am großen Fantasy-Teil liegt, aber auch an den sehr detailreichen und bildlichen Darstellungen. Der Schreibstil hat mir leider nicht ganz zugesagt, aber im Großen und Ganzen war es ein toller Horror-Roman und ich freue mich auf den 2. Teil.

Passabel

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen