Donnerstag, Oktober 20, 2016

(Rezension) Ann-Kathrin Karschnick "Phoenix - Kinder der Glut"

400 Seiten | Phoenix #3 | Fantasy/Dystopie | 01.10.2015 | Papierverzierer Verlag | 14,95€ | Hier kaufen
** Es handelt sich um den 3. Teil einer Reihe, weswegen vorherige gespoilert werden! **

Inhalt

Um die Menschen von der Schreckensherrschaft der Saiwalo zu befreien, hat Tavi hat alles geopfert - ihre Liebe, ihre Freunde und auch sich selbst unzählige Male. Ganz auf sich allein gestellt, kehrt sie nach Hamburg zurück und begegnet ihrer eigenen Vergangenheit. Im fulminanten Abschluss der Teslapunk-Trilogie stellt sie sich dem größten Feind dieses Planeten. Doch wie besiegt man einen Gegner, der so mächtig ist? Und wie kontrolliert man seine Gefühle, wenn man in der Lage ist, die gesamte Menschenwelt zu vernichten?


Erster Satz

18. Juli 64 - Ihr Name war Claudia Octavia.

Meine Meinung

Tavi wurde nach der Zerstörung der Pläne des Rates von Leon in Paris zurückgelassen, woraufhin sie gefangen genommen wurde. Leon begibt sich gemeinsam mit Katharina und den anderen Seelenlosen auf den Weg nach Hamburg. Auf dem Weg dorthin vertraut er der Hexe Katharina in jeder Hinsicht, weswegen die Seelenlosen mit einem Menschendorf Kontakt aufnehmen. Während Leon also versucht die Menschen von der Unschuld der Seelenlosen zu überzeugen, setzt Tavi sich mit ihrem Leben und dem von Nathan auseinander.

Zu Tavi kann ich gar nicht mehr viel sagen, sie ist relativ unverändert im Vergleich zum ersten und zweiten Teil. An Leon habe ich ja bereits bemängelt, dass er ziemlich unselbstständig wirkt und ständig nach Tavis Unterstützung sucht. Nach meinem Empfinden hat sich dies wieder gebessert. Natürlich ist er durch Tavis Verschwinden dazu gezwungen, alleine klar zu kommen, aber er wirkt wieder selbstbewusster und nimmt auch häufiger selbst das Steuer in die Hand. Er entwickelt sich langsam zu einem kleinen Anführer der Gruppe, denkt nun selbst viel stärker nach und trifft seine eigenen Entscheidungen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich Leon nicht sonderlich mag, ich mochte es auch nicht so, aus seiner Sicht zu lesen. In dem Punkt gefiel mir Tavis Sicht um einiges besser.

Der Roman ist wie die vorherigen auch schon in der Er-Sie-Form und abwechselnd aus den Perspektiven von Tavi und Leon verfasst worden. Der Schreibstil gefällt mir noch immer sehr gut, es lässt sich sehr einfach lesen und ich habe das Buch in einem Rutsch durch lesen können.

Die Umsetzung der Handlung ist ziemlich gut gelungen. Es wirkte auf mich klarer strukturiert als der zweite Teil, der auf mich einen relativ chaotischen Eindruck hinterlassen hat. Ich wurde außerdem wieder mehr mitgerissen und empfand die Handlung spannender, als die des vorherigen Teils. Das Ende ist sehr aufregend, aber irgendwie hat mir noch etwas gefehlt.

Vorsicht, Spoiler! Um den nachfolgenden Text lesen zu können, fahre mit der Maus über diesen Satz.
Die ganze Sache mit Nathan fand ich anfangs sehr sehr komisch, zu Ende hin habe ich mich dran gewöhnen können. Allerdings ist mir nicht ganz aufgegangen, was genau diese dritte Person in ihm drin jetzt eigentlich war und warum es so vergleichsweise einfach war, sie zu entfernen. Das hätte Katharina ja auch schon etwas mehr machen können.
Außerdem ist mir das Ende auch noch ein wenig zu offen. Die Saiwalo wurden anscheinend besiegt, aber wie genau sieht das Leben jetzt aus? Gibt es immer noch die ganzen Überwachungen und Einheiten? Ist die Armut noch immer so hoch und können die Seelenlosen jetzt frei umher laufen? Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher.

Fazit

Ein gelungener Abschluss der Reihe, der noch einmal richtig spannend wurde. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und es ließ sich sehr gut lesen. Allerdings ist mir das Ende ein wenig zu offen, was dazu führt, dass ich nicht die volle Punktzahl geben kann.

Passabel

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