Donnerstag, November 05, 2015

(Rezension) Anna Carey "Blackbird"

Anna Carey  352 Seiten Blackbird #1  Jugendthriller ❤ "Blackbird" (Original)  10.11.2014  cbt (Verlag)  Preis gebundene Ausgabe: 16,99€ Preis Ebook: 13,99€       Hier kaufen!

Mit Geld kann man alles kaufen. Auch dein Leben. 
Ein Mädchen erwacht auf den Gleisen einer U-Bahn-Station in Los Angeles. Sie weiß nicht, wer sie ist, wo sie ist, wie sie dort hinkommt. Sie hat ein Tattoo auf der Innenseite ihres rechten Handgelenks, das einen kleinen Vogel in einem Viereck zeigt. Sie erinnert sich an nichts. Nur bei einer Sache ist sie sich sicher: Jemand will sie töten. Also rennt sie um ihr Leben, versucht die Wahrheit herauszufinden. Über sich und über die Leute, die sie töten wollen. Nirgendwo ist sie sicher und niemand ist, was er zu sein scheint. Auch Ben, der Einzige, dem sie glaubte, vertrauen zu können, verbirgt etwas vor ihr. Und die Wahrheit ist noch viel verstörender, als sie es jemals für möglich gehalten hat.


Im Zug staut sich die Hitze der Sonne auch noch eine Stunde, nachdem er sich unter das Straßenpflaster zurückgezogen hat und sich seinen durch die ausgedehnte Stadt bahnt.

Inhalt: 2/2
Nachdem sie auf den Bahngleisen erwacht und fast von einem Zug getötet wird, liegt sie auf der Trage der Sanitäter. Ein Gefühl sagt ihr allerdings, wegzulaufen und das tut sie. Sie schnappt sich ihren Rucksack, den sie irgendwie dabei hat und läuft erst einmal weg, bevor sie sich weiter darüber Gedanken macht, wer sie eigentlich ist und was sie in Los Angeles macht. In einem Supermarkt trifft sie auf Ben, der ihr gleich seine Hilfe anbietet. Während sie sich in einem Motel einnistet fühlt sie sich verfolgt, die ganze Zeit über hat sie das Gefühl, jemand würde ihr folgen und als sie schließlich von einer Unbekannten angegriffen wird, ist ihr klar, dass jemand sie umbringen will. Nur wer und warum
Handlung: 2/2
Ohne zu wissen, wer sie überhaupt ist, kämpft sie sich durch die Stadt und notiert sich jede Kleinigkeit in dem Notizblock, den sie in dem Rucksack hatte, der wohl oder übel zu ihr gehört. Nachdem sie in eine Falle gelockt wurde, sucht die Polizei nach ihr, also muss sie sich vor ihnen und vor den Fremden, die sie versuchen zu töten, verstecken. Versteck findet sie bei Ben, dem Jungen, den sie auf der Supermarkttoilette beim Drogenverkauf erwischt hat. Aber sie fühlt sich noch immer nicht sicher genug und außerdem besteht immer noch die Frage, wer sie eigentlich ist. Hin und wieder träumt sie von Dingen, die real sein könnten oder Erinnerungsfetzen tauchen vor ihrem geistigen Auge auf, aber nichts reicht, um ihre Identität herauszufinden.


Charaktere: 2/2
Über das Mädchen, das sich vor Ben schließlich Sunny nennt, kann man natürlich nicht viel sagen. Sie wacht auf den Bahngleisen auf und hat keine Ahnung wer sie ist, wo und warum. Allerdings ist sie sportlich, zumindest kann sie gut rennen und so wie es scheint, kann sie sich auch gut selbst verteidigen. Bis auf ihr Tattoo am Handgelenk, ein Vogel mit einem Code aus Zahlen und Buchstaben, weist nichts auf ihr "normales", "altes" Leben hin. Woher sie weiß, dass sie verfolgt wird und flüchten muss ist irgendwie unklar, aber ich schätze, man hat in solche Situation ein Gefühl für so etwas.
Ben war mir gleich sympathisch. Als er merkt, dass "Sunny" wohl verletzt ist, bietet er ihr ohne zu zögern seine Hilfe an und lässt sie auch bei sich wohnen, als sie fragt. Er hat es nicht wirklich leicht in seinem Leben, aufgrund seiner Eltern, aber obwohl er die Drogen verkauft, nimmt er keine.

Schreibstil: 2/2
Er war ungewohnt, wirklich. Welche Probleme ich mit Schreibstilen habe, wisst ihr vermutlich schon, aber dieser war überraschend gut. Geschrieben wurde aus der Sicht von "Sunny", allerdings in der Du-Perspektive! Ich wusste gar nicht, dass es solche Bücher gibt, anfangs war es wirklich seltsam. Aber nach wenigen Seiten habe ich mich daran gewöhnt und fand es einfach nur fantastisch. Ich hatte das Gefühl, noch mehr in dem ganzen drin zu stecken, als bei der Ich-Perspektive, weil ich ständig angesprochen wurde. Es hat ziemlich gut zur Handlung gepasst und es hat mir wahnsinnig zugesagt. Einige Kapitel - kurze Passagen - wurden aus der Er-/Sie-Perspektive von anderen Figuren geschrieben, allerdings haben auch diese nicht zu viel über die Handlung ausgesagt, was ich gut fand, weil noch genug Spannung blieb.

Umsetzung: 2/2
Ich habe wirklich kein bisschen zu Meckern. Der Leser wurde, wie "Sunny" auch, in das Geschehen hineingeworfen und hat sich mit ihr gemeinsam einen Weg durch all die Unbekannten Dinge gebahnt. Es hat nicht vor Emotionen getrieft, aber es handelt sich schließlich um einen Thriller, bei dem das einfach unnötig wäre. Gut gefallen haben mir auch die Träume und Erinnerungsfetzen, die immer wieder ein paar Dinge über "Sunnys" echtes Leben preisgaben, allerdings auch nicht zu viel auf einmal. Und der Cliffhanger ist wohl wirklich der Wahnsinn. Am liebsten würde ich loslaufen und mir gleich den zweiten Teil kaufen!


Ich kann einfach nur sagen, wie perfekt dieses Buch war. Ich hatte an keiner Stelle etwas Auszusetzen. Dass "Sunnys" Charakter noch nicht ganz ausgearbeitet ist, liegt wohl daran, dass sie selbst kaum etwas über sich weiß, aber das gehört einfach zur Geschichte und ist somit vollkommen legitim. Der Schreibstil hat mich überrascht, aber im sehr sehr positiven Sinne. Ich freue mich schon riesig darauf, den zweiten Teil zu lesen.
Gesamt: 10/10


Kommentare :

  1. Endlich jemand, der das Buch genauso liebt wie ich! :D

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  2. Ich fand es sehr gewöhnungsbedürftig.. und kam manchmal absolut nicht mit dem Schreibstil klar aber die Geschichte war dennoch gut, Habe Deadfall auch schon gelesen und der hat mir wesentlich besser gefallen :))

    <3 Schöne Rezi!

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    1. Um Deadfall schleiche ich noch herum, auf ReBuy ist der ja auch noch relativ teuer :D

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  3. Liebe Lara,

    tolle Rezension! Da bin ich direkt neugierig auf das Buch! Dein Bloglayout gefällt mir übrigens super gut <3

    Liebe Grüße
    Nadine

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    1. Meiner Meinung nach lohnt es sich wirklich :)
      Danke :) <3

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