Montag, September 14, 2015

(Rezension) Anna Todd "After forever"

Anna Todd  576 Seiten  After #4  Young Adult  "After (4)" ❤ 10.08.2015  Heyne Verlag
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** Spoiler für vorherige Teile tauchen auf, weil es sich um Teil 4 handelt! **


Die Verbindung zwischen Tessa und Hardin ist so stark wie nie zuvor. Tessa ist längst nicht mehr das süße Good Girl, das sie einmal war. Und Hardin nicht mehr der unberechenbare Bad Guy, in den sie sich leidenschaftlich verliebt hat. Tessa versteht seine gequälte Seele und weiß, dass nur sie ihn beruhigen kann, wenn er ausrastet. Er braucht sie. Doch als die Vergangenheit sie wieder einholt, wird Tessa klar, dass sie ihn nicht retten kann. Zumindest nicht, ohne sich selbst zu opfern …



Wie oft bin ich mir unerwünscht vorgekommen, fehl am Patz, wie ein Fremdkörper.

Hardin hat gerade erfahren, dass sein Vater, Ken, der ihn und seine Mutter schlecht behandlt und letztlich verlassen hat, gar nicht sein leiblicher Vater ist, sondern Christian Vance. Für ihn bricht alles ein und auch Tessa kann ihm nicht helfen. Er dreht vollkommen durch, betrinkt sich, verärgert Tessa und verliert total die Kontrolle bis er sich schließlich von Tessa trennt. Mal wieder. Es scheint mal wieder endgültig zu sein und spätestens, als Tessa zurückkehrt und Hardin mit einer anderen auf seinem Schoss entdeckt, ist es für sie vorbei. Nach langer Trennungsphase und einem schrecklichen Ereignis, merkt Hardin, dass die Trennung ein riesen Fehler war. Aber dieses Mal lässt sich Tessa nicht so leicht herumkriegen und es dauert eine Weile, bis die beiden wieder vernünftig miteinander sprechen.
Mehr will ich vom Inhalt gar nicht verraten, sonst würde ich den vierten Band zu sehr spoilern. Was ich allerdings verraten kann ist, dass dieser Teil eine noch größere Qual war, als die vorherigen. Die Trennung dauert dieses mal wie gesagt sehr lange und nach 300 Seiten hatte ich das Gefühl, ist nicht außer die Trennung und dieses andere schreckliche Ereignis passiert. Also Inhalt, den man auch locker um die Hälfte hätte kürzen können. Was danach passiert, ist nur noch ein großes Wirrwarr, wieder Zusammenkommen, Trennung, Versöhnungssex etc., kennt man ja mittlerweile schon.
Zum Ende wird das ganze immer verkorkster und verdrehter und ich als Leser bin oftmals nicht mehr mitgekommen. Anna Todd springt auf den letzten dreißg Seiten ziemlich oft in der Zeit, sodass Zeitsprünge von bis zu 10 Jahren entstehen. Auf mich wirkte dieses Ende so, als hätte die liebe Frau Todd noch ganz viel zum Inhalt zu sagen, aber müsste ihn auf diese dreißig kürzen, wodurch etwas ziemlich komisches entsteht.
Die Charaktere haben sich meiner Meinung zwar weiter entwickelt, aber erst zum Ende hin. Tessa ist das ganze Buch über genauso naiv, auch wenn sie sich immer wieder einredet, wie schlecht Hardin für sie ist, will sie ihn zurück. Hardin ist anfangs noch sehr expulsiv und leicht zu verärgern, mit der Zeit wird es wirklich besser. Am besten hat mir allerdings Landon gefallen, weil er, ebenfalls erst zum Ende hin, das ausgesprochen hat, was ich mir schon seit dem ersten Teil denke. Er hat Tessa einen Vortrag über Hardin und ihr Verhalten getragen und gesagt, er hat keine Lust mehr auf all die Streitigkeiten. Und damit hat er so was von Recht.
Der Schreibstil war ebenfalls wie gewohnt, einfach und ganz gut zu lesen, sehr sehr kurze Kapitel und geschrieben in der Ich-Perspektive, wechselnd zwischen Tessa und Hardin.
Ich kann meine Gedanken zu diesem Buch gar nicht wirklich in Worte fassen, aber es ist dasselbe Theater wie dein vorherigen. Zu viel geschieht auf zu viel Seiten, aber zu wenig wirklich bedeutendes, sodass man den wichtigen Teil des Inhalts auch auf viel viel viel weniger Seiten hätte fassen können. Der komplette Roman bestand mal wieder aus aneinander gereihten Höhepunkten, sodass man gar keine Erholpause hatte, sondern gleich in das nächste große Geschehen gestoßen wurde. Der Spaß beim Lesen ist mir mittlerweile wirklich vergangen und so habe ich ziemlich unkonzentriert gelesen und ständig Passagen übersprungen, nur um das Buch endlich durch zu haben.

Ich hatte keine Erwartungen mehr und kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, diese Reihe jetzt beendet zu haben. Die Charaktere waren immer noch nervig, aber immer erträglicher, je näher man dem Ende kam und die Handlung hatte für mich keinerlei Besonderheiten und auch emotional hat mich auch der letzte Teil leider gar nicht mitnehmen können.



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