Mittwoch, Juli 15, 2015

(Rezension) Sara Ohlsson "Ich bin leider tot und kann heute nicht in die Schule kommen"





Autor: Sara Ohlsson
Seitenanzahl: 320 Seiten
Originaltitel: Jag är tyvärr död och kan inte komme till skolan idag
Reihe: -
Veröffentlichung: 22.08.2014
Preis Taschenbuch: 11,99€
Preis Ebook: 11,99€
Verlag: Carlsen
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John hat Schluss gemacht, einfach so! Doch wie soll Olivia ohne ihn überleben? Wer ist sie ohne John, ohne ihre perfekte Beziehung? So einfach gibt sie sich nicht geschlagen. Und so gründet sie die "Operation Vogelkacke": John zurückzuerobern, das ist das Ziel. Doch so leicht ist das alles nicht, wenn man ständig von anderen abgelenkt wird, wie zum Beispiel von Danijel, bei dem man gar nicht anders kann als zu denken: Sexy, toll! Nicht so wie John, überhaupt nicht so perfekt. Aber o Mann, so sexy! ... Kann das Leben wirklich so einfach sein, wie Danijel sagt? Dass man lachen soll, wenn man glücklich ist, schreien, wenn man wütend ist und mit jemandem schlafen, wenn man es gerade will?

Er stützt die Ellbogen auf die Knie und vergräbt sein Gesicht in den Händen.

John macht mit Olivia Schluss, weil sie mit ihren 17 Jahren zu jung für den 21 Jährigen sei. Auf einmal, nach Jahren Beziehung. Olivia lässt das natürlich nicht auf sich sitzen, versinkt zunächst in tiefer Trauer und versucht dann mit ihrer besten Freundin, Emma, einen Plan zu entwickeln, wie sie John zurück erobern kann. Währenddessen trifft sie hin und wieder auf Danijel, mit dem sie herummacht und auf Kalle, auf den sie sich ebenfalls einlässt. Einmal liebt sie John, einmal Danijel und einmal Kalle. Selbst als Leser komme ich nicht hinterher.
Ich weiß nicht, was ich zu dem Buch sagen soll. Die Charaktere waren durch und durch Charakterlos und die Handlung war langweilig, ohne Emotionen und ohne irgendwelche Geschehnisse.
Fangen wir mal von vorne an. Olivia ist lange mit John zusammen gewesen, es soll die perfekte Beziehung gewesen sein, sie haben sich geliebt und von anderen hört man Sachen wie "Ich dachte wirklich, ihr würdet heiraten". Ich persönlich habe mir Olivia also als die perfekte Freundin vorgestellt, vielleicht ein wenig schüchtern, schaut zu John auf und liebt ihn über alles. Nachdem allerdings Schluss ist, stürzt sie sich auf jeden nächstbesten Typen, sodass sogar ihre beste Freundin sie irgendwann als "Hure" bezeichnet. Außer mit diesen Typen herummachen und sich hin und wieder mit Emma zu treffen hat sie irgendwie keine Beschäftigungen. Keine Hobbys, keine Vorlieben, gar nichts. Außerdem war ich mir manchmal unsicher, ob sie 17 ist oder ein liebeskrankes 12 jähriges Mädchen. Schon kurz nachdem John Schluss gemacht hat, schreibt sie ihm "Vermisse dich" und andere tägliche SMS, obwohl er sie zunächst gekonnt ignoriert. Emma ist ebenfalls ein einfach nur dorthin gestellter Charakter. Ich bin mir nicht mal sicher, ob gesagt wurde, wie alt sie sei. Sie ist mit dem Bruder von John zusammen und hat neben ihm und Olivia anscheinend auch keine Hobbys. John macht mit Olivia Schluss, hat nach kurzer Zeit eine Neue, trifft sich aber immer wieder mit Olivia, was genau seine Mission ist, war auch unklar.
Und dann der Schreibstil. Manchmal stand auf einer Seite nicht mehr als ein Satz. Jedes "Kapitel" war allerhöchstens drei Seiten lang, aber andererseits gab es keine wirklichen Abgrenzungen außer eine freie Zeile.Viele Sätze waren super kurz, was vermutlich super cool und poetisch und "anders" wirken sollte, war aber einfach nur lächerlich und nervig nach zehn solcher abgehackten Sätzen.
Eine reine Zeitverschwendung. Die Charaktere sind einfach aus dem Boden gestapfte Figuren ohne wirkliches Eigenleben und vor allem die Protagonistin wirkte auf mich naiv und dumm. Die Handlung war keine wirkliche Handlung, eigentlich ist nichts wirklich passiert und das Ende war auch ziemlich offen, was zu dem Buch rein gar nicht gepasst hat.

8 Kommentare:

  1. Ich habe dir ja schon unter deinem letzten Neuzugänge-Post geschrieben, wie sehr ich "Ich bin leider tot.." gehasst habe.
    Hört sich vielleicht etwas komisch an, aber ich bin froh, dass es dir auch nicht so gut gefallen hat; alles, was du in deiner Rezension kritisiert hast, sehe ich selbst so.
    "Ich bin leider tot..." gehört auch zu der Kategorie Buch, bei der ich mich frage, was Jugendautoren für ein Bild von Jugendlichen haben. Ich kenne niemanden, der keine Hobbys hat und sein Leben/Glück ständig nur nach (s-)einer Beziehung richtet.
    Liebe Grüsse ;-)

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    1. Ich hatte deinen Kommentar ehrlich gesagt auch ein wenig im Hinterkopf, als ich das Buch dann bei mir liegen hatte, aber ich wollte mich selbst überzeugen :D Na ja, war schrecklich :D
      Ja, generell habe ich mich gefragt, was die Autorin über 17 Jährige denkt? Welches Mädchen mit ein bisschen Selbstwertgefühl schreibt ihrem Ex jeden Tag eine SMS, ruft ihn an, will sich mit ihm treffen, obwohl er Schluss gemacht hat und sie ignoriert? So naiv kann man doch gar nicht sein :D

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  2. Oh, wie doof, dass das Buch nicht so gut war. Eigentlich fand ich den Titel echt witzig und der Klappentext hätte mich eigentlich auch überzeugt, auch wenn der finde ich eher zu einem New Adult Roman passen würde...
    Aber dann lasse ich wohl lieber die Finger davon :D

    Liebe Grüße :-)

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    1. Ich fand den Klappentext schon so okay, was genau ist der Inhalt?:D

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  3. Und damit ist das Buch runter von der WuLi ... ;)

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    1. Es war wirklich sehr enttäuschend :D Aber ich sage ja immer, man sollte sich besser selbst ein Bild von den Büchern machen :)

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    2. Bei "Jersey Angel" hätte ich mir gewünscht, auf die schlechten Rezis zu hören. Mich hat das Buch auch so enttäuscht... ^^

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